Hannya-Kai

Übung der Stille


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Im Südosten scheint der Mond über dem Meer, der Himmel ist klar. Gedanken entstehen über die Ewigkeit des Guten im Menschen. Du zupfst einen Ton aus Deiner saitenlosen Laute. Wer kann diesen wunderbaren Klang im Wind hören?

Gedicht von unserem Kloster-Gründer Jakushitsu Genko Roshi (1290-1367) aus meinem Buch Ein Raum der Stille

Meditation ist sehr wichtig

Alle Menschen wissen, dass Habgier, Zorn, Eifersucht, Neid, Ängste, Enttäuschungen zu Problemen und Leid führen. Wir möchten daher diese plagenden Gefühle und Zustände loswerden. Tiefen-Meditation, wie sie im Zazen stattfindet, führt uns zum Kontakt mit unserem Unterbewusstsein. Wird die in unserem Unterbewusstsein wohnende Kraft von uns durch Meditation erfahren, so können wir Geist und Körper von all diesen plagenden Gefühlen und Zuständen befreien.

Dazu sagte ein Yogi: „Wenn die Materie mächtig ist, so ist der Gedanke allmächtig.“

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Zen und andere meditative Übungswege sind Versuche, die Subjekt-Objekt-Dualität dadurch aufzuheben, dass man das Objekt von allen Inhalten, allen Illusionen und Täuschungen befreit.

Als Menschen nehmen wir das Leben durch unsere Sinnesorgane wahr, und weil die Menschen und Objekte von uns getrennt zu sein scheinen, leiden wir so.

In Wahrheit sind wir aber nicht isoliert. Wir sind alle der Ausdruck oder die Emanation eines zentralen Punktes; man könnte ihn DAS oder multidimensionale Energie, Kraft nennen.

Durch die Übung des Zazen (Meditation im Sitzen) beginnt langsam eine Ahnung dieser Wahrheit in unsere Erfahrung einzudringen und wir erkennen: Unser Körper ist das ganze Universum; es gibt nur einen Menschen auf dieser Welt – alles ist mit allem verbunden.

Worte von Yongjia Xuanjue (665-713)

Der Geist ist die Wurzel, der Dharma der Staub. Beide sind wie Bilder im Spiegel. Entfernt man den Staub, erstrahlt das Licht. Sind Geist und Dharma vollkommen verschwunden, ist unser Wesen wahrhaft wirklich. Oh, diese Zeit ist gezeichnet von der Entartung des Dharmas, die Menschen sind nicht mehr glücklich, und es ist schwer sie zu führen. Sie sind weit entfernt von Weisheit und Heiligkeit, und sie hängen falschen Ansichten an. Die Dämonen sind mächtig, der Dharma ist schwach, und der üble Hass verbreitet sich allerorten. Sie hören die Unterweisung vom Tor zur wahren Lehre Buddhas, doch ach, sie weisen sie zurück, zerschlagen sie in tausend Stücke wie einen Ziegel, und können die ursprüngliche Form nicht mehr finden.

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